Mitteleinstiegswagen ABylb

In den Jahren 1952 bis 1954 beschaffte die Deutsche Bundesbahn neue Wagen für den Eilzugverkehr. Diese Wagen hatten neben den Endeinstiegen zusätzlich einen Mitteleinstieg mit Doppeltüren. Die Wagen waren in Ganzstahlausführung geschweisst und wurden bereits mit den heute üblichen Gummiwülsten an den Stirnwandübergängen versehen. Der Innenraum besteht zur Hälfte aus einem Grossraum der 2. Klasse mit 38 Sitzplätzen und zur anderen Hälfte aus zwei Abteilen der 1. Klasse mit je 18 und 12 Polstersitzen. An den Einstiegsräumen an den Wagenenden befindet sich je eine Toilette und am Ende der 1. Klasse zusätzlich eine Zugführerkabine. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 120 km/h. Die Wagen können mit Dampf und elektrisch geheizt werden. Sie laufen auf Drehgestellen der Bauart Minden-Deutz.

Unser Wagen wurde im Jahr 1953 von der Firma Westwaggon unter der Fabriknummer XXX gebaut. Als der Wagen im Jahr 1988 aus dem aktiven Dienst schied, wurde er vom damaligen Verkehrsmuseum Nürnberg übernommen und unter die Obhut der BSW Gruppe V 200 007 gegeben, zusammen mit dem wieder aufgebauten Steuerwagen BDylsf 456, Wagen-Nr.: 11 005, und dem Bylb Wagen, Nr.: 11 620, und der Diesellokomotive V 200 007 bildete die Einheit den historischen “Lübecker Wendezug”.
Diesen Zug gibt es leider nicht mehr.

Im Jahr 1999 sollte der Abyl. Wagen nach einer im Ausbesserungswerk Postsdam begonnenen Hauptuntersuchung wegen zu hoher Kosten verschrottet werden. Die BSW Gruppe V 200 007 -hist. Fahrzeuge Lübeck e.V. übernahm den Wagen und führte die Hauptuntersuchung zu Ende. In mühsamer Arbeit wurde in Lübeck die unsinnigerweise vom Ausbesserungswerk Potsdam komplett ausgebaute Innenreinrichtung samt Heizungsanlage und Wandverkleidungen wie ein großes Pussle wieder zusammengebaut. Viele Fahrten wurde danach zu vollster Zufriedenheit mit Fahrgästen unternommen.

Im März 2016 hatte der ABylb Fristablauf und wartet nunmehr auf seine erneute Hauptuntersuchung. Mit viel Herzblut sind wir dabei eine erneute Hauptuntersuchung zu verfolgen. Leider fehlen uns hierzu ein wenig finanzielle Mittel. Geplante Kosten von ca.50.000 Euro sind veranschlagt.

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Sitzkomfort der 50er Jahre


Hier wird noch gearbeitet


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